» Der Tanzende Wald « Dejojošais mežs »

Der Roman     
Dmitri Wilenski

Romāns              
Dmitrijs Vilenskis

Teil I    Chlor

Kapitel 1    Bäume, Blasen, Komet

Die Sonne schmolz den zuckerglasurigen Horizont, wie ein Löffel die gebrannte Kruste einer Creme bricht – dahinter liegt das Essen der Creme, gell? Ich tue nichts anderes, als auf die cremige Malerei im Fenster zu starren: jenem zur Rechten, von dem eine Wärme ausstrahlt, die etwas aufdringlich wird, wenn man nicht vom Tisch aufstehen kann, hinter dessen Scheibe jedoch die Farben nicht von ultravioletten Strahlung ausgeblichen, die Strahlen nicht geschärft und gefährlich wurden, auf dessen anderen Seite es anders, pastellfarben, kühl ist, und wohin ich mich in einer Stunde endlich aufbrechen werde. Links liegt ein Stapel heimatkundlicher Bücher mit einer ergreifenden Herkunftsgeschichte: Sie waren zu lange in der Bücherei der Stadt, diese verstieß sie, indem sie sie mit dem Stempel »ausgeschieden« brandmarkte – ich kann nicht wissen, warum das so abläuft – dann – ich bin froh, mich so zu täuschen – teilt sie mit kühler Fürsorge in thematische Stapel, für uns und für andere Aufnahmeorte, strahlt sie wie Alpha-Teilchen in uns hinein, wo sie zu gewöhnlichem Helium in den oberen Regalen werden – das tue ich. Auf der Handfläche liegt »Die mittelalterliche livländische Burg«, deren westliche Flanke titanfarben schimmert, vom ertränkten Abendrot durchnässt, während die östliche Flanke glühbirnenweiß aufblitzt — drinnen lebe ich nicht.         Wie der Mond tritt Frau Anna an die Kasse, um ein Bündel herauszunehmen, es dann in drei Schichten zu zerlegen und, unbekümmert darum, zwei für sich einzustecken – wovon eine für mich den zweiten Stock ihres Häuschens in der Nähe auslöst. Alle Teile der Einnahmen – Papiernes und Münzlegierungen – unterscheiden sich in Farbe und sogar im eigenen Klang ihres Raschelns und Klirrens von dem im Herzen verwahrten nichtbarseienden Geld der Heimatwährung, dessen Nuggets sich zufällig in Zimmerecken oder Dielenspalten fänden – wäre ich darauf aus, gleich einem schlechten Mieter. Sie bezahlte mich liebevoll aus und lobte mich für einen weiteren ordnungsgemäß abgewickelten Tag, der ohne jede Besucherbelästigung verlaufen war – weshalb er auch uns nicht im Geringsten belästigt hat; nahm mir die Bücher über Livland weg, die ich bereits zur Schaffung einer mir genehmen Umgebung auf dem Tisch neben mir aufbewahrt hatte, und befahl mir, das Wochenende anzutreten — heim zurückzukehren, während sie unser verschlafenes Datscha-Museum in den Schlaf geleitet. Borstiges Gras steht hier und da in Büscheln hinter der Tür, unter dem eine bescheidene Doppelspur aus Sand verläuft – und folgt man dieser, stößt man bald auf die richtige Schwelle. Indem ich die eigene Treppe zu mir hinaufsteige, zum Fenster trete, mich auf die Zehenspitzen stelle, hebe ich mich knapp, nur soweit, dass ich in die Ferne blicken kann, was dort geschieht: von wo auch sie ihrerseits zurückkehren wird, worauf eine gemäßigte Nacht folgt, vor deren Folie der Mond dünn doch gleichwohl zunehmend bleibt, ein wenig leuchtend, als wäre es aus Sparsamkeit beim Strom, aber zu Nutzen jener Sparsamkeit nebst us selbst, bis zur Tür reichend, wo sich der Schlüssel gerade dreht. So also.         Auf dem dicken, raschelnden Klapprechner – verkehrt herum mitten auf dem Bett – fällt winklig dasselbe Mondlicht ein, in dem mehrere japanische obszön flüssigkristallglimmende Bürger baden, von Paragrafen zugeschüttet. Wie von Rosenblättern. Ob sie ersticken würden? Auf dem frischen Bett von kaltweißer Farbe wärmt er die Hände, während diese Grafiken – auch ein wenig – die Gefäße erweitern. Paragrafen erklären mir die Ränke des Shogunatshofkreises, indem sie die Erzählung aus den unbekannten Tiefen eines Forums beginnen und sie niemals beenden, wodurch ich für immer – hoffe ich – mit halbem Blick in einem unauflösbaren, endlosen Aufstand bleiben werde, unter entschlossenen und sympathischen Mördern. Blut wird um die Ecke spritzen, die Rüstung eines Samurai wird rasseln; der Mond wird über den knappen Stoff meiner Schlüpfer gleiten. So vieles, und dieser Raum so eng – freilich – obwohl er sehr locker wirkt, aber da der Mond so früh schon so hoch aufgestiegen ist, bis ins Blaue, aber auch da er entblößt und leer ist. Gebrochenes goldenes Mondlicht hätte das alles zu antikisierend gemacht, zur Wiege der Menschheit. Bin ich etwa verkehrt? Zu dieser Stunde geziemte es sich, aus dem Gebetbuch zu lesen und einzuschlafen, selbst wenn es nur ein Abschnitt aus der Nachtlektüre der Nachrichten wäre. Schade, dass es mich nicht kümmert. In dieser Haut fühle ich mich zu straff. Wo blieb die Communio? Zu gläubig. Das ist eine Lappalie. Geniere ich mich jetzt etwa wegen meines Körpers? Ich bin kein Kind, um daran zu glauben. Ich höre lieber, wie die Bäume zusammen rascheln. Zusammengehörigkeit – was sonst?         Am Sonntag gibt es die Gelegenheit, zu kommunizieren und noch einer weiteren Kuriositët, über die, anders als in der Messe, eine recht nette Vortragende aus dem Internet predigen wird, die sich wie durch ein Wunder in diesem – geben wir es zu, nicht großen – Stadt eingefunden hat, und das alles für Leute wie mich, und das auch noch kurz vorm Geschäftsviertel. Der Vortrag handelt entweder von mittelalterlicher Ikonenmalerei oder von spätgotischer Architektur – das werde ich mir anhören und dann genau wissen. Man kann der Vortragenden vertrauen – das, was in der Kirche manchmal fehlt – schon deshalb, weil man die Illusion des Verstehens spürt: denn hier ist es so – je detaillierter eingeweiht, richtiger Pfarrer spricht, desto verwinkelter und gotischer, wenn nicht eklektischer wird das, worüber, die Überlieferung selbst. Der Vortragenden dagegen vertraut man, man versteht sie, selbst wenn man nicht weiß, ob sie richtig spricht. Und ich weiß es eben nicht. Anders als beim tridentinischen Ritus und dem Vulgärlatein, die mir noch von der Schulbank her vertraut sind, was dem Eindruck die Spitze nimmt und den Vergleich erschwert. Die Vortragende wird mich dem nicht aussetzen. Als eilige Dankbarkeit dafür und aus Respekt vor der Atmosphäre des Loft-Salons werde ich sogar den feinen Zwirn anziehen, der genau deshalb fein ist, weil ich ihn seltener trage. Und, so Gott will, wird es mir gelingen, auch mit Schärfe des Geistes aufzublitzen, vielleicht, dass jemand anbeißt, der ebenso zu einer kleinen Romanze an unpassenden Orten geneigt ist – eine zu angeln und wieder loszulassen. Wie ein Butt. Oder ein Backfisch.         Also gut, Zeit, diesem Blankem Hans im Wasserglas ein Ende zu setzen. Die Augen sind etwas müde vom blauen Licht des Bildschirms. Ohne es, würde ich den Lesemodus einschalten, und ohne diese pseudo-intellektuellen Übungen wäre es allzu fade, Tag für Tag aufzustehen und bis zum Abend in der Atmosphäre der Spätstagnation mit ebensolchen gelbseitigen Büchern allein zu sein. Man sollte wohl, statt über die Unmöglichkeit des Kontakts zu sinnieren, sich einer anderen, realeren Möglichkeit erinnern, zumal sie sich auch im Geschäftsviertel befindet. Lange haben wir nicht korrespondiert, und wenn es auf seiner Seite geschäftlich gerechtfertigt ist, dann komme ich eher wie ein freiwilliger Hikky daher, dessen Freundschaft er behutsam bis auf Weiteres im Archiv aufbewahrt, in einer unverdient akkuraten Mappe. Aber hier werde ich ihn überraschen! Mit einem Sprung ins kalte Wasser. Er ist nicht online, aber ich habe gut geschrieben, kaum, dass er am Wochenende keine Zeit dafür hätte. Ohne Köder kein Fang. Nun kann ich mich endlich entspannen und schlafen. Also, ab in die Heia mit mir!

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Daļa I    Hlors

Nodaļa 1    Komēta, koki, burbuļi

Lokā loga rāmja aizloga skats bija kā vate. Cukura vate – drusku miglains, sajaukts, ar skujkokiem durošām kā cukura kristāliņiem. Caur vati caurgāja saule, it kā karsta mēle, skatu izšķīdinot viendabīgā karstumā un it kā ieslīkstot aiz horizonta, arī vatains. Ziniet, pēc cukura vates mutē paliek tāda karsta sajūta, krāsnīga. Un nu es skatos uz to, pa labi, kur logs: tur taču, aiz šīs malas, ir smacīgi kā pirtī – anomālā vasara – un stari it kā ieasināti, bet krāsas izdedzinātas ar ultravioleto. Logs to nepiepilda man. Bet darba galds neizlaiž mani – citā, drīz būšā, pastelā, vēsā, es iešu tikai pēc stundas. Pagaidām – tikai galds. Pa kreisi grāmatas gul, dažādas grāmatas, novadpētniecības, gul kaudzē. Tām ir sava dvēseli aizskaroša vēsture: tās nodzīvoja savu mūžu bibliotēkā, bet tā tās izdzina, uzspieda «norakstīts» kaitu. Kāpēc tā notiek? Tā tālāk sakārtoja pa tematiem, it kā ar rūpēm, bet arī aukstumu, mums un citiem paredzot, kas pieņem tās bāreņus. Patīkamāk domāt, ka nejauši iesviedusi pa maisiem kā kaķēnus, bet ielikusi speciālās kastēs. Kā labi būtu, ja tā arī būtu. Lai kā arī tur būtu, tā vienkārši palaida tās mūs visos kā alfa daļiņas, bet, nonākušas līdz mums, par parastu hēliju augšējos plauktos tās pārvēršas. Es tieši nodarbojos ar šo pārvēršanu. Uz delnas – «Viduslaiku Livonijas pils». No rietumu puses tā atspīd titāna krāsā, slīkšņa-saulrieta gaismas dēļ, no austrumu puses tā atblīzgo lampīgi baltā. Pils, kurā es nedzīvoju.         Viršu grāmatu kaudzes malā no negaidītas puses augšācēja kundze Anna. Tā viņa paredzēja un iztēloties atkārtoja mēnesi. No kasas viņas rokās nonāca mūsu ieņēmumi, un viņa tos pārlauza, sadalot trīs daļās. Viena daļa – viņas, un otrā daļa – viņas, bet tāpēc, ka es dzīvoju viņas mājiņas otrajā stāvā kā īrnieks. Nauda čabē un šķindē. Nečab un nešķind – čabētu un šķindētu cita nauda: aizgājušā, dzimtā – neskaidra, jo dzimta un tikai atmiņā. Šāda veca nauda, iespējams, nečab pagrabā vai bēniņos vecās mājās, kā kundzes Annas māja, bet neviens to nemeklē. Viņa salocīja, kā salokāmo karti, Livonijas grāmatas, kas ap manis izvietotas kā cita man tuva apvide. Un viņa man norīkoja: sagaidīt vēl neiestājušos brīvdienu. Dodos mājup. Un pati – kamēr es dodos – noslēpumaini novada mūsu muzeja-dāču miega stāvoklī. Aiz durvīm pušķos aug zāle, zem kājas smiltis, ar divām riteņu rievām iemītas. Man pa tām jāiet, lai nonāktu pašā lievenī priekšā; tad jau uzkāpšu otrajā stāvā, nostāšos pie loga, pacelšos uz pirkstgaliem tā, ka aizlogība izklāsīsies plakana kā uz delnas. Kundze Anna atnāks no turienes. Un nakts celsies mums pa pēdām. Un aizmugurē lūkojas mēness, jauns, bet augošs. Būs tumšs, bet ne pārāk tumšs, it kā lai elektrību taupītu. Mēness gaisma tad aizsnas līdz pašai atslēgas spraugai. Atslēdziņš griežas. Tā nu.         Nepaplakans un dūcējs klēpjdators, otrādi pagriezts, gul tieši gultas viducī. Tas arī peldušies mēnessgaismā, un šķidro kristālu mirguļos iegrimuši neķītros darbos aizņemtie japāņu pilsētnieki arī peldušies, paragrāfu apbērti. Būt paragrāfu apbērtam — kā aizrīties no rožu ziedlapiņām! Uz vēsas gultas, sniegavārtu baltā segā, siltums nāk tikai no klēpjdatora, un asinsvadiņi mazliet paplasnās no attēliem, kā sārtumam. Paragrāfi stāsta par šogunāta galminiekiem, kas pin intrigas. Šie paragrāfi sākas bezdi beņu viņpusē un nekad nekur nebeidzas. Un ja ar tiem būt, tad arī tas nekad nebeigsies, varēs mūžīgi palūrēt uz kaislīgām un neatraisāmām saitēm, kurās iepinās jauki kāvēji. Šļakst — asinis taisni no tā stūra. Šķind — sasitas samuraja bruņas aiz pleca. Vīkst — mēnessgaisma slīd pa audumu apakšbiksēm aiz jostasvietas. No ilgstošas gulēšanas uz vēdera kļūst dzirdams, kā asinis plūst dziļi zem šī auduma. Bet tās ir pretējās asinis, aukstas. Kā mēnessgaisma, kas izklīdusi pa istabu. Es it kā sauļojos zem tās — mugura atsegta, pakļauta gaismai. Un ja būtu asinsmēness, es droši vien nosarktu no kauna. Bet pareizi ir būt zaļam. Lai no hlorofila ziedētu, uzsūcot ūdeni ar gaismu. Nevis kaunēties kā zaļknābis. Lai būtu kopā ar zāli, ar kokiem aiz sienas šalkojošiem. Jo tuvojas Zaļā diena. Bet man laikam tiešām pietrūkst zaļā līdz vienumam RGB.         Bet svētdien vēl nav Līgo, bet tomēr izdevība pabūt lokā ar citiem. Internetā kāda pazīstama lektore ieraksta video, un nu viņa it kā nokāpusi no ekrāna un būs mūsu pilsētā dzīvajā: tāda diža — tādā pieticīgā. Nokāpusi caur mākoņiem pie tādiem kā es! Uz vietu, pavisam netālu no Skanstes. Viņa stāstīs par augu motīviem viduslaiku arhitektūrā, vai par pagānu ietekmi uz vēlo gotikas glezniecību — es nezinu, bet plānoju uzzināt. Ar viņu varēs saskanēt, un tas ir brīnišķīgi — viņas puķītes aug zemu — lasi un pin savas erudīcijas vainagu. Bet rituāls — ar to nevar dižoties, turklāt tas ir nesaprotams. Nesaprotams, jo sen aizmirstas indoeiropiešu pirmkultūras saknes, un tu vienmēr to atceries — ka aizmirsušās. Un tas neļauj aizmirsties, šo bagātīgi ziedošo koku vainagi aizsedz sauli, un sīkajam, seklās ticības puķītim, kas man ir, līdz tai «attalea princeps» neaizsniegties — novīst tās ēnā, iespējams. Lai gan es varu to kā tītenis apvīt, pateicoties universitātes antropoloģijas kursam. Bet lektore man to neliks atcerēties. Un es jau laikus pateikšos viņai, uzvilkšu savu svētku žaketi, kas svētku tikai un vienīgi tāpēc, ka tā mūžīgi karājas pakaramajā, nevis uz manis. Un apsmidzināšos nevis ar ūdeni, bet ar odekolonu. Ceru, tas kādu pievilinās, kā bitei smaržīgs zieds ar savu vainagziedu. Kādu, tikpat noskaņotu pat lekcijā domāt par savu cilti. Šī būtne nolasīs no manis ziedputekšņus un aizlidos. Vējaini uzvedoties…         Lai nu kā, tas viss ir pērkons no skujas, un tas man neļauj aizmigt. No ekrāna spīd zilgmi, nevis ultravioleto, nomāc melatonīnu, nevis modina manus flavonoīdus. Bez tā man būtu veģetatīvi — ceļoties pirms saules un sēžot ik dienas ēnainā telpā, nodzeltētu kā grāmatas. Tomēr, tomēr ir vēl kāds veids, kā salaistīt salātus ar mērc — un tas veids arī mīt Skanstes — tikai roku pastiepjot. Mēs sen neesam sarakstījušies, viņš sen nerakstīja tāpēc, ka aizņemts ar savām darīšanām, bet es nerakstīju tāpēc, ka esmu hikikomori — mēs kā divi Japānas poli. Bet te es izraisīšu īssavienojumu! Viņš it kā nav tīklā, bet es uzrakstīju labi — ir dzirkstele. Un viņam pat nav attaisnojuma, kāpēc brīvdienās nevar atrast laiku. Viss, gana izlolojušies. Labunaktiņ man!

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